Haltung & Themen

Meine Cinéphilie – die Liebe zum Kino – ist der Antrieb für das, was ich tue, denn für mich erzählt kein anderes Medium so eindringlich und spannend  von Abgründen und Hochgefühlen, ist so persönlich wie universell zugeich!

Ich schaue auf Film als Kunst und interessiere mich für die Verbindung von traditionellen Elementen mit new media. Deswegen drehe ich zum Beispiel teilweise noch auf 16mm und arbeite mit Kameramann Thomas Mauch, der schon in den 1960er Jahren dem Neuen Deutschen Kino mit Filmen wie Fitzcarraldo zur Sichtbarkeit verhalf.

Meine Arbeit kreist immer wieder um die leidenschaftliche Seite der menschlichen Seele und den Traum in seiner Analogie zum Medium Film. Das Thema des Unbewussten, die Infragestellung der bürgerlichen Moral, das Spannungsverhältnis von Heimat und Fremde sowie eine feministische Grundhaltung finden nicht nur im Experimentalfilm ihren Ausdruck. Gerade im Spielfilm können diese Themen und eine originelle Erzählhaltung so aufbereitet werden, dass sich ein breites Publikum damit identifiziert.

In meiner Vision von einer offenen Gesellschaft haben alle Menschen Zugang zu Kultur und Bildung, treten für einander und ihre Rechte ein. Film als essentieller Bestandteil kultureller Bildung birgt großes Potential, eine Verbindung zwischen Menschen herzustellen, das ästhetische Empfinden zu schulen und entfernt von klassischer Mediendidaktik vom Leben zu erzählen und ferne Welten erfahrbar zu machen.