Vanessa Aab *1983
Ausbildung

2007 Diplom nach Studium der Szenischen Künste mit den Fächern Film, Theater, Bildende Kunst und Kulturpolitik / Kulturmanagement in Hildesheim sowie Studium der Fächer Médiation Culturelle (Kulturvermittlung) und Cinéma et Audiovisuel an der Sorbonne Nouvelle in Paris.

2013 Promotion zum Thema Kinematographische Zeitmontagen – Zur Entwicklungsgeschichte des Kinos (erschienen im Schüren Verlag). Gutachter Alexander Kluge lobte insbesondere die „wesentliche Zuarbeit konsistenter Theorie für die Praxis“.

Berufliche Stationen

Seit 2005 freiberufliche Tätigkeit als Producerin, Autorin, Regisseurin und Cutterin, z.B. in der Werbeindustrie in Kapstadt bei Passing Trains.

2007 bis 2016 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur am Lehrstuhl von Prof. Uwe Schrader.

2010 Gründung von A A B F I L M zur Produktion eigener künstlerischer Arbeiten und Durchführung von Filmvermittlungsprojekten.

2016 bis 2017 Mitarbeiterin in der Abteilung Filmbildung und –vermittlung am Deutschen Filminstitut.

Seit 2017 ehrenamtliche Mitarbeiterin am Deutschen Filmmuseum

Haltung & Themen

Meine Cinéphilie – die Liebe zum Kino – ist der Antrieb für das, was ich tue, denn für mich erzählt kein anderes Medium so eindringlich und spannend  von Abgründen und Hochgefühlen, ist so persönlich wie universell zugeich!

Ich schaue auf Film als Kunst und interessiere mich für die Verbindung von traditionellen Elementen mit new media. Deswegen drehe ich zum Beispiel teilweise noch auf 16mm und arbeite mit Kameramann Thomas Mauch, der schon in den 1960er Jahren dem Neuen Deutschen Kino mit Filmen wie Fitzcarraldo zur Sichtbarkeit verhalf.

Meine Arbeit kreist immer wieder um die leidenschaftliche Seite der menschlichen Seele und den Traum in seiner Analogie zum Medium Film. Das Thema des Unbewussten, die Infragestellung der bürgerlichen Moral, das Spannungsverhältnis von Heimat und Fremde sowie eine feministische Grundhaltung finden nicht nur im Experimentalfilm ihren Ausdruck. Gerade im Spielfilm können diese Themen und eine originelle Erzählhaltung so aufbereitet werden, dass sich ein breites Publikum damit identifiziert.

In meiner Vision von einer offenen Gesellschaft haben alle Menschen Zugang zu Kultur und Bildung, treten für einander und ihre Rechte ein. Film als essentieller Bestandteil kultureller Bildung birgt großes Potential, eine Verbindung zwischen Menschen herzustellen, das ästhetische Empfinden zu schulen und entfernt von klassischer Mediendidaktik vom Leben zu erzählen und ferne Welten erfahrbar zu machen.

Festivalteilnahmen (Auswahl)
  • Internationale Filmfestspiele Berlin / Forum Expanded (Berlinale)
  • European Media Art Festival Osnabrück (EMAF)
  • Berlin Short Film Festival
  • Open Eyes Filmfest Marburg
  • FILMZ Festival des Internationalen Kinos Mainz
  • European Independent Film Festival Paris (ÉCU)
  • San Giò Video Festival Verona
  • SHORTini International Film Festival (Augusta, Sizilien)
  • Festival del Cinema Povero
  • ROMA Cinedoc
  • International Tour Filmfestival (Civitavecchia)
  • KORT og KALD (NOR)
  • Girona Film Festival
  • New York Independent International Film and Video Festival
  • Cinema Monster Film and Animation Festival
  • Miami Independent Film Festival
  • Arlington International Film Festival
  • Phoenix Film Festival Melbourne
Auszeichnungen
  • Auswahl Teddy Award, Berlinale (2008)
  • Berlin Short Film Festival: Preis für den besten Experimentalfilm (2014)
  • Gewinn des Wettbewerbs für die Biennial Edition of CinéWomen (2015)
  • Girona Film Festival: Preis für die beste Originalmusik in der Kategorie internationaler Kurzfilm (2015)
  • Spotlight Short Film Awards: Bronze Award (2015)
  • Drehbuchpreis Deutsches FernsehKrimi-Festival: Lobende Erwähnung (2018)